24. November 2015

Ein bisschen Dekadenz

Sie war's: Taren | am: 24.11.2015 | 10:35 | Stempel: erlebt | Keine Gedanken »

An einem ganz normalen Arbeitswochentag mit selbstgemachtem Bananenhaferbrei und dem besten Café Latte der Welt zu frühstücken, ist dekadent. Und toll. Und dann auf dem Fahrrad durch die gefrorenen Felder fahren, den eiskalten Fahrtwind durch die Mütze hindurch auf den Ohren spüren und in den grauen Himmel lachen – einfach perfekt!

15. November 2015

Paris.

Sie war's: Taren | am: 15.11.2015 | 18:03 | Stempel: denken, fühlen | Keine Gedanken »

Die Anschläge von Paris machen fassungs- und sprachlos. Es gibt keine Worte für diese Taten, die zutreffen, die das Grauen, die Gewalt, die Abscheulichkeit der Taten zutreffend schildern könnten. Und es irgendwie gut, daß es keine Worte gibt – gäbe es Worte, würde das vielleicht bedeuten, daß solche Ereignisse zu unserem Leben gehören.
Die Angriffe haben uns (und ja, uns alle, nicht nur die Pariser, die Franzosen oder uns Europäer) im Herzen unserer Gesellschaft getroffen – in einem Konzertsaal, in Cafés, im Sportstadion. Dort, wo unser Leben stattfindet, dort, wo wir unsere Freizeit verbringen. Dagegen können wir uns nicht schützen, und selbst, wenn wir es könnten, sollten wir es nicht tun. Ich möchte mir nicht nehmen lassen, auf Konzerte zu gehen, im Café zu sitzen, im Stadion mitzufiebern, auch wenn ich an diesen Orten potentiell angegriffen werden kann. Ich möchte mein Leben nicht ändern, weil Terroristen, Vollidioten, mein Leben mit ihrem Hass und ihrem Wahnsinn verändern wollen. Ich möchte mir meine Freiheit nicht nehmen lassen, auch wenn das bedeutet, daß ich, daß wir alle verwundbar sind, genau dort: in unseren Cafés, auf unseren Straßen, in unseren Konzertsäälen und Clubs und Stadien. Laßt uns trotz der Anschläge auf Paris und trotz aller Anschläge, und ein bisschen auch grade wegen ihnen, offen und verwundbar und lebendig bleiben. Laßt uns leben und feiern und frei sein. Laßt uns weiterhin Fremde willkommen heißen, freundlich und tolerant und warmherzig.

Und in all der Fassungs- und Sprachlosigkeit und inmitten der Wut und des Mitleidens tue ich eines der vielleicht lebensbejahendsten Dinge, die man so tun kann: ich stricke Babysocken für dieses neue Leben. Und webe meine Wünsche um Frieden, Freiheit und Glück gleich mit hinein.

22. September 2015

Monströs.

Sie war's: Taren | am: 22.09.2015 | 17:16 | Stempel: hören | Keine Gedanken »

We are monsters anyway
so don’t try to hide your face
you’ll be spooking through the days
`cause we’re monsters anyway.

And as you’re reading up my soul
at least smile for me `cause all
the wicked thoughts are here to stay
and we’ll be monsters everyday.

Spaceman Spiff – Monsters

Und wenn man eh ein Monster ist, immer und sowieso, dann kann man auch dazu stehen, nicht wahr?

01. September 2015

Be that cat, be it, be it!

Sie war's: Taren | am: 01.09.2015 | 23:31 | Stempel: fühlen | Keine Gedanken »

Und dann ist da dieser eine Satz aus der Mail, der mir einfach nicht so richtig aus dem Kopf gehen will.

We, strong, brilliant women can create something beautiful out of the interdisciplinary mess 🙂

Ich bin so dumm, und ich weiß es. Leider hilft das momentan nur bedingt. Gleichermaßen stolz und freudig wie müde und verwundbar, eine seltsame Mischung aus Motivation, Traurigkeit, Antrieb und Erschöpfung, dem Bedürfnis, allein zu sein wie ein Drang nach Menschen und Gesellschaft.
Kleines, verwirrtes Pumuckl, dem schlicht kurz zwischendurch ein wenig der Kopf verdreht wurde, und der gleichzeitig darüber unglücklich und froh ist. Aber dennoch- wow, was für Komplimente, was für Sätze, wie glücklich kann ich sein, daß mir das einfach so mal eben passiert ist.

Leben ist verrückt, aber wundervoll, mit all dem seltsamen Drama und Zufall.

28. August 2015

Kerzen im Fenster.

Sie war's: Taren | am: 28.08.2015 | 22:49 | Stempel: fühlen | Keine Gedanken »

So schnell kann sich die Perspektive wieder ändern, Dinge in ein anderes Verhältnis gesetzt. Innerhalb einiger weniger Momente wird plötzlich vieles, das zuvor noch wichtig, groß und schwierig erschien, klein und unbedeutend, und das dumme Herz fliegt in eine andere Richtung, hilflos und still.

Die Kerze, die seit dem Wochenendtrip nach Bremerhaven auf meinem Klavier steht, weil wir dort kein Feuerzeug oder Streichholz hatten, um sie entzünden, brennt nun heute in meinem Fenster. Eine immer gleiche Geste, das immer wiederkehrende Licht in der Dunkelheit, die Gedanken bei den anderen. Und mit jeder Kerze, die ich entzünde und in mein Fenster stelle, wird die Liste derer, derer die Geste gilt, länger. Immer wieder Lebwohl.

Dann suche ich in der nächsten Woche wohl mal wieder schwarze Kleidung zusammen.

24. August 2015

Die Ruhe selbst.

Sie war's: Taren | am: 24.08.2015 | 19:33 | Stempel: bitterschokolade, fühlen, verzaubert | Keine Gedanken »

hätt ich das gewusst
wär ich noch geblieben
hätte fotos gemacht
und alles mitgeschrieben
um mir später zu beweisen
dass es war
[…]

Diese kleinen Momente, die kurz diese seltsame Mischung aus Grinsen, Irritation und Verwirrung hervorrufen. Aber es ist gut, daß inzwischen definitiv das Grinsen überwiegt über diesen verrückten Abend, über die Ironie des Schicksals und meinen Hang dazu, das größtmögliche Drama zu finden.

[…]
ich hab die ruhe selbst gefunden
für einen kurzen augenblick
doch dann rannten mir die füße
davon

die ruhe blieb zurück

Spaceman Spiff (wer auch sonst): Schwarz weiss und Die Ruhe selbst

23. August 2015

Be that cat!

Sie war's: Taren | am: 23.08.2015 | 00:26 | Stempel: bitterschokolade, fühlen, verzaubert | Keine Gedanken »

Kopfchaos, Müdigkeit jenseits aller Grenzen und Verwirrung. Das ist mir wirklich lange nicht mehr passiert, daß es mich so sehr von den Beinen wirft (auch wenn es schön ist zu sehen, daß es noch geht).

und all die fleißigen gedanken
richten mehr an als sie begreifen können

Spaceman Spiff: Milchglas

Ewig lange Abende, mit Musik und Gelächter und Alkohol und so vielen Menschen. Tanzen, ausgerechnet ich, tanzen und lachen und sich näher kommen und flirten und sich im gleichen Rhythmus bewegen. Und die Erinnerung an einen anderen Körper zwischen den Händen, im Arm, an mir.
Jetzt einfach schlafen. Und dann, nach dem Aufwachen, bekomme ich vielleicht auch wieder etwas Kontrolle über dieses Wirrwar im Herzen. Ich lasse mir doch nicht von Welt einreden, daß ich sonst einsam bin.

(Titelzitat von Laini Taylor: Daughter of Smoke and Bone)

06. Mai 2015

#34

Sie war's: Taren | am: 06.05.2015 | 11:17 | Stempel: Analog | Keine Gedanken »

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Semaphor in Cuxhaven, neben der Alten Liebe.

05. Mai 2015

#33

Sie war's: Taren | am: 05.05.2015 | 10:34 | Stempel: Analog | Keine Gedanken »

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Empor geblickt.

04. Mai 2015

#32

Sie war's: Taren | am: 04.05.2015 | 13:27 | Stempel: Analog | Keine Gedanken »

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Grau in grau in grau in grau…

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