12. Februar 2016

Kokos deluxe, brennende Nesseln und versoffene Gauner

Sie war's: Taren | am: 12.02.2016 | 13:35 | Stempel: Schaumspiele | 1 Gedanke »

Schaumspiele, die zweite:
Natürlich konnte ich das Experimentieren nicht lassen. Im zweiten Seifendurchgang habe ich mich an ein paar Verrücktheiten gewagt:

#4: Kokos, die volle Dröhnung!
Mit einer milden ÜF von 8 % bestehen diese beinah weißen Schätzchen aus Kokosöl, Sheabutter, Sesam, Reiskeim und Rizinus. Die Lauge ist mit einer milden Sole angerührt, und anschließend gab es noch einen ordentlichen Schluck Kokosmilch in den Seifenleim – also ganz viel leckeres Kokos, was durch die hellen Fette dann auch in Kombination mit der Sole zu dieser wirklich schönen Farbe geführt hat:
kokostotal
Ich gebe zu, auf diese Seifen bin ich ein bisschen stolz – sie fühlen sich jetzt schon total schön in der Hand an, irgendwie cremig und weich, obwohl sie nicht weich sind. (=

#5: Versoffene Piraten
Diese Seife beinhaltet Bier. Ja, Bier – ausgekocht, um den Alkohol zu reduzieren, natürlich, aber dennoch stecken hier drin 40 g reines braunschweiger Bier. Hehe. Auch mit 8 % überfettet sind diese Ganoven aus Kokosöl, Babassu, Shea, Olive, Rizinus und Raps, also müßten sie eigentlich auch recht fleißig schäumen. Auch hier stand die Kokosmilch angebrochen so schön in der Nähe, also kam auch davon noch ein Schüsschen in den Leim. Dann habe ich mich nochmal am Färben versucht, aber irgendwie bei der roten Erde nicht genug gerührt, zumindest ist die Farbe nicht so doll und ich fürchte, es sind auch noch kleine Klümpchen drin. Mist. Mal sehen, ob sie sich trotzdem einigermaßen angenehm wäscht…
bierpirat

#6: Brenn, du Nessel, brenn!
Ein weiteres Experiment. Wieder einmal mit Sole (das soll dazu führen, daß die Seifen leichter aus den Formen gehen, und außerdem mit Salz pflegen, ohne den Schaum zu beeinträchtigen, deswegen finde ich das so toll) und Kamillentee angerührt, dann kamen Kakaobutter, Kokosöl, Olive, Reiskeim und Rizinus dazu. In’s Reiskeimöl habe ich im Vorhinein Brennnesselpulver (also schlicht getrockneteemahlene Brennnesselblätter) gematscht, daher die tolle tiefgrüne Farbe (die in Wirklichkeit grüner und schöner ist als auf den Fotos). Dann gab es noch einen Esslöffel Joghurt, weil der eh weg mußte, und fertig war die Brennnesselseife. Bei dieser sieht man auch endlich mal, daß sie gegelt hat – yay! Diese ist jetzt auch die erste Seife, die ich mal gar nicht beduftet habe, aber ich mag ihren herben kräuterigen Geruch.
brennnessel

Als nächstes geht dann mal die systematische Erforschung der Seiferei los – drei verschiedene Überfettungsgrade, und dann auch mal ein Direktvergleich von Milchseife, Soleseife und Salzseife sowie einigen Zusatzstoffen. Ik freu mir schon!

Wow, die sehen wirklich alle sehr schick aus!

Zumindest hier auf dem Foto macht die Piratenseife eindeutig was her, finde ich, sieht so ein bisschen nach vintage-rostig aus oder so. Sieht zu dem Motiv schon gut aus, finde ich!
Auf die anderen beiden bin ich auch schon sehr gespannt! Hach, ich freue mich schon so, das alles bald live und in Farbe bestaunen zu dürfen! =)

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