08. Februar 2016

Kamillentee, zickige Ziegen und Schmuddelpiraten

Sie war's: Taren | am: 08.02.2016 | 16:26 | Stempel: Schaumspiele | Keine Gedanken »

Das erste Wochenende mit dem neuen Hobby ist um, die ersten Seifen reifen. Zeit, doch direkt mit den immerhin zum Teil doch gar nicht ganz missratenen Ergebnissen zu prahlen (und die Seifentester schonmal emotional darauf vorzubereiten, was sie bald an ihre Haut lassen sollen – aharharhar!):

#1: Kamillentee
Als Fette verstecken sich in diesen kleinen Knubbeln Kokos, Shea, Olive, Sonnenblume, Rizinus und ein bisschen Argan (9% Überfettung). Die Lauge habe ich mit sehr starkem Kamillentee angerührt, dann kam später in den Seifenleim (SL) noch Kaolin, Stärke und Ringelblüten (jaa, wirklich! Ringelblumenblüten! Cool, nicht?!), so für den Spaß. Gefärbt ist sie mit ein bisschen roter Erde. Ich dachte, ich fange mal „einfach“ an und arbeite mich dann weiter in die Tiefen der Seifensiederei vor.
kamille

#2: Zickige Honigziege
Mein zweites Experiment hat mir dann direkt auch Schwierigkeiten bereitet. Ich habe die Lauge mit Ziegenmilcheiswürfeln angerührt und als Fette Kokos, Kakao, Babassu, Raps, Rizinus und Olive verwendet (10% ÜF), später kam dann noch ein bisschen Honig und Stärke in den SL. Am nächsten Morgen hatte sich dann jedoch Öl auf den Seifchen abgesetzt, also nicht total viel, aber genug, um mich nervös zu machen. Also habe ich sie dann gestern eingeschmolzen und im Ofen verseift (dabei kam dann noch etwas mehr Ziegenmilch und Honig in den SL). Leider war ich dann anschließend mit dem Ausformen etwas ungeduldig und habe sie rausgeholt, obwohl sie noch nicht wirklich fest waren, daher sehen sie jetzt nicht so doll aus. Hrmpf. Aber immerhin haben die Reste im Topf schon wundervoll geschäumt, als ich ihn nach dem Einformen des SLs ausgewaschen habe. Durch die Heißverseifung müßte ich diese immerhin so in einer Woche anwaschen können, juhu!
zickigeziege

#3: Schmuddelpirat
Meine erste Soleseife, ein Pirat braucht schließlich Salz. ÜF 9%, Kokos, Kakao, Shea, Rizinus, Reiskeim, Sesam und Olive und in den Seifenleim noch ein Schuß Milch für die zarte Piratenhaut. Dann habe ich auch gleich mein erstes Farbexperiment gewagt: die erste Hälfte des SLs kam so in die Form (gelblich), dann habe ich die zweite Hälfte mit Erde schwarz gefärbt und dazu gegeben. Noch ein bisschen planlos drin rum gerührt, fertig war der schmutzige Pirat. Arrrr!
piratenseife

Ich plane übrigens, nach dem Anwaschtest und dann nochmal nach Rückmeldung meiner Seifentesterinnen noch jeweils dazu zu schreiben, wie sich die Seifen so waschen – als Gedächtnisstütze für mich, und falls irgendjemand mal durch Zufall hier landet und irgendwas nachmachen will. Rezepte mit Prozentangaben können jederzeit erfragt werden.
Oh, und ich will natürlich Lob und Bewunderung! 😉

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